Allgemeine Geschaeftsbedingungen

1. Anwendungsbereich

Diese AGB legen den Inhalt und die Abwicklung von Verträgen zwischen Kundem (im Folgenden „Auftraggeber“) und Übersetzungsdienstleisterin (im Folgenden kurz: „Übersetzerin“) als Auftragnehmerin fest.

2. Auftragserteilung, Mitwirkungspflichten des Auftraggebers und der Übersetzerin

Die Auftragserteilung durch den Auftraggeber erfolgt per E-Mail, Telefax oder Postversand. Diese Auftragserteilung stellt noch keine Vertragsannahme dar. Erst durch die schriftliche Bestätigung von beiden Parteien kommt ein Vertrag zustande. Dabei sind E-Mails rechtwirksam. Mit der Auftragsbestätigung verpflichtet sich der Kunde, das vereinbarte Honorar nach der Leistung des Übersetzungsdienstes zu zahlen. Die Übersetzerin verpflichtet sich, den Originaltext in die Zielsprache nach bestem Wissen und Gewissen so zu übersetzen, damit Ausgangstext und Zieltext die gleiche Bedeutung haben. Zu diesem Zweck kann die Übersetzerin Anpassungen durchführen, wenn nötig. Unter Ausgangssprache versteht man die Sprache des Ausgangstextes. Unter Zielsprache versteht man die Sprache, in die der Text übersetzt wird.

3. Preise

Sofern nichts anderes schriftlich vereinbart wird, steht der Übersetzerin eine Vergütung für die erbrachte Übersetzungsleistung zu. Diese Vergütung wird auf der Auftragsbestätigung angegeben und darüber sind beide Vertragsparteien einig. Sofern nichts anderes schriftlich vereinbart wird, gehören Kleinaufträgen zum Mindestauftrag (entsprechend einer Arbeitsstunde).

Die Preise verstehen sich in Euro ohne Angabe von MwSt. gemäß art. 7, comma 4, lett. D, des Presidialerlasses 633, 20/10/1972 (Reverse Charge System). Die Vertragsparteien haben das Recht, sich für einen Pauschalpreis für die zu erbringende Leistung zu einigen.

4. Liefertermine

Der Auftraggeber hat der Übersetzerin, so weit wie möglich und für den Auftrag sinnvoll, durch Bereitstellung der zur Erbringung der Dienstleistung notwendigen Unterlagen sowie Informationen zu unterstützen (folgendes kann dazu nötig sein: unternehmensinterne Terminologie, Fachterminologie; bereits bestehende Übersetzungen usw…). Die Übersetzerin verpflichtet sich, die Übersetzung innerhalb der auf der Auftragsbestätigung angegebenen Lieferfrist abzugeben. Nimmt der Kunde Veränderungen an den für die Übersetzung ursprünglich zur Verfügung gestellten Unterlagen vor, hat die Übersetzerin das Recht, die Lieferfrist angemessen zu verlängern.

In den gesetzlich anerkannten Fällen von höher Gewalt haftet die Übersetzerin nicht für eine verspätete Lieferung und wird nicht schadenersatzpflichtig.

Liefertermine sind bindend nur dann, wenn sie ausdrücklich auf der Auftragsbestätigung angegeben werden. Sie können durch schriftliche Zustimmung beider Vertragsparteien verlängert werden. Diese Verlängerung betrifft nur das für die Übersetzung zur Verfügung gestellte Material und etwaige spätere schriftlich anerkannte Zusätze.

5. Geheimhaltungspflicht

Die Übersetzerin verpflichtet sich, Stillschweigen über alle Tatsachen zu bewahren, die ihr im Zusammenhang mit der durch den Auftraggeber beauftragten Übersetzung bekannt werden.

6. Zahlungsbedingungen

Sofern nichts anderes vereinbart, erfolgt die Zahlung über Banküberweisung innerhalb von 30 Tagen nach Erstellungsdatum der Rechnung. Diese Frist kann maximal bis auf das Ende des Monats verlängert werden. Nach Ablauf dieses Termins, werden Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten gemäß EU-Richtlinie Nr. 2000/35 berechnet.

Bei Übersetzungsaufträgen, deren Arbeitsaufwand einen ganzen Monat oder länger beträgt, steht der Übersetzerin entweder eine Anzahlung zu oder erfolgen mehrere Teilzahlungen.

7. Widerrufsrecht

Sofern nichts anderes schriftlich vereinbart, kann der Vertrag von dem Auftraggeber aufgekündigt werden. Wenn die Übersetzerin die Übersetzung ganz oder teilweise gefertigt hat, wird sie die gefertigten Teile zur Verfügung des Auftraggebers stellen, der sich verpflichtet, den entsprechenden Betrag zu der vereinbarten Frist zu zahlen. Die Übersetzerin ist auch zum Widerruf des Vertrages berechtigt, wenn der zu übersetzende Text ihres Erachtens verleumderischen bzw. rechtswidrigen Inhalt enthält.

8. Abwicklung der Übersetzung

Die Übersetzerin wird die nötige Recherche für die korrekte Übersetzung der Fachterminologie durchführen. Dazu wird sie ihre Wörterbücher und Glossare und/oder die Glossare und die Terminologieliste benutzen, die ihr der Auftraggeber zur Verfügung gestellt hat. Wenn die Übersetzung veröffentlicht wird, muss der Auftraggeber den Namen der Übersetzerin auf der veröffentlichen Übersetzung angeben.

Nimmt der Kunde ohne ausdrückliche Zustimmung der Übersetzerin Veränderungen an dem übersetzten Text vor oder fügt er zusätzlichen Inhalt hinzu, wird die Übersetzerin für diese Veränderungen und/oder Zusätze bzw. für etwaige Folgen aus diesen Veränderungen und/oder Zusätzen nicht haften.

9. Haftung

Die Übersetzerin haftet direkt gegenüber dem Auftraggeber im Bezug auf die von ihr gefertigte Übersetzung. Die Übersetzerin wird aber in keinem Fall für die etwaige Verletzung von Copyright bzw. für Ansprüche Dritter haften, die im Bezug auf den Inhalt des zu übersetzende Originaltextes geltend gemacht werden.

Der Auftraggeber verpflichtet sich, die Übersetzerin für jegliche Anfragen, Klageerhebungen, Aufwände oder Kosten zu entschädigen, die aus der Veröffentlichung von verleumderischen bzw. rechtswidrigen Inhalten und aufgrund der Verletzung von Urheberrechten, Patentenrechten oder Geschmacksmustern Dritter entstehen.

10. Mängelhaftung

Sämtliche Streitigkeiten im Bezug auf die Übersetzung bzw. auf die von der Übersetzerin erbrachte Leistung müssen bei sonstigem Verfall gemäß Art. 2226 des italienischen Zivilrechts formuliert werden, und zwar innerhalb 8 Tagen nach Entdeckung des Mangels. Wenn der Mangel auf einen Fehler der Übersetzerin zurückzuführen ist, haftet die Übersetzerin für den Wert der erbrachten Leistung, und zwar entsprechend des Rechnungsbetrags für die erbrachte Leistung.

11. Gerichtsstand

Das Vertragsverhältnis und weitere Geschäftsbedingungen zwischen der Übersetzerin und dem Auftraggeber unterliegen ausschließlich dem Recht der Italienischen Republik. Für alle Streitigkeiten wird als ausschließlicher Gerichtsstand Bologna vereinbart.